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Home Vicenza Vicenza und die UNESCO-Villen Palazzo Chiericati

Palazzo Chiericati

heutige Stadtpinakothek
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Piazza Giacomo Matteotti
Öffnungszeiten: Di-So 9.00-17.00 Uhr (1/7 bis 31/8: 9.00-19.00 Uhr)
Eintrittsgebühr: Gratis bis max. 7/8 Euro

“In Vicenza oberhalb des Platzes, der im Volksmund “die Insel” genannt wird, hat der Graf Valerio Chiericati, Cavallier & Ehrenbürger der Stadt, nach meiner Vorstellung, die im Folgenden erklärt wird, ein Bauwerk errichten lassen. Dieses Bauwerk hat im unteren Teil eine Loggia davor, die sich über die ganze Fassade zieht …“
Der Palast wurde 1550 von Palladio entworfen und wird allgemein als eines seiner größten Werke betrachtet.
Das unvollständige Bauwerk wurde zu einem kleinen Teil zu Lebzeiten Palladios gebaut, fortgesetzt wurden die Bauarbeiten im 17. Jahrhundert (um 1680). Der Westteil des Hofs wurde im 19. Jahrhundert geschaffen. Giovanni Miglioranza riss zudem das angrenzende Haus ab, das den Übergang von der Piazza dell'Isola in den Corso bezeichnete, so dass der ursprüngliche Kontext verändert wurde.
Andrea Palladio hat ein außergewöhnliches Bauwerk geschaffen und an diesen Ort angepasst, der der wichtigste Verkehrsknotenpunkt, sowohl hinsichtlich der Anbindung auf dem Wasserweg als auch über Land, zwischen Vicenza und dem Ostteil Venetiens, war.
Martin Kubelik unterstreicht, dass auf Grund ihrer Ausrichtung zum in diesem Gebiet existierenden Hafen “die Fassade Palladios sich nicht nur zu einem wichtigen Vicentiner Platz hin öffnet, sondern zum gesamten Festland und symbolisch zum gesamten venezianischen Besitz im Orient.  Es genügt also nicht – fügt der Historiker hinzu – diese Fassade wegen ihrer harmonischen Proportionen und ihres einzigartigen Hell-Dunkel-Effekts zu bewundern, sondern auch wegen ihres inner- und außerstädtischen Ausdrucks."
Man beachte, dass der obere Teil der Fassade mit dem geschlossenen zentralen Korpus und den beiden seitlichen Loggien das Schema des vorstädtischen Wohnsitzes wieder aufnimmt.
Das Interieur des Palastes birgt Dekorationen aus dem 16. Jahrhundert, die aus Fresken von Domenico Brusasorci, Battista Zelotti etc. bestehen.
Ebenfalls auf der Piazza Matteotti, wo einst der Fluss Retrone in den Bacchiglione mündete, erhob sich der Palladiosche Palast “dei Piovene“, der 1569 errichtet wurde. 1818 wurde er zerstört, um für den städtischen Schlachthof Platz zu machen. Gegenwärtig kann man die armseligen Zeugnisse des Bauwerks am Beginn der Via Giuriolo sehen. An dieser Stelle befindet sich heute eine Autowerkstatt.
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