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Loggia del Capitaniato heutiger Sitz des Gemeinderats
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Piazza dei Signori
Die 1571 von Andrea Palladio projektierte Loggia nahm den Platz eines spätmittelalterlichen Bauwerks ein, in dem der Capitanio, das venezianische Stadtoberhaupt Vicenzas, seinen Sitz hatte.
Das jetzige Bauwerk präsentiert sich zweifarbig - in einer Kombination aus dem Rot der Ziegel und dem Weiß von Stein und Stuck.
In der Tat unterscheidet sich das Bauwerk von den anderen Bauten Palladios darin, dass dieser hier scheinbar keinen Putz vorgesehen hatte.
Die Fassade präsentiert drei Säulenzwischenräume, die von vier riesigen Halbsäulen begrenzt werden, welche die internen Bögen und die Fenster der Beletage umfassen.
Die Dekorationen der Hauptfront bestehen aus Figuren, die Wasser ausgießen und die Flüsse symbolisieren. Am Gebälk ist die Inschrift „JO. BAPTISTAE BERNARDO PRAEFECTO" zu lesen, die an den Capitanio Bernardo, Urheber dieses Bauwerks, erinnert.
Der Palast verändert sich in Richtung Contrà del Monte dahingehend, dass die architektonischen Module in der Fassade abgewandelt wurden: die riesigen Halbsäulen verschwinden und an ihrer Stelle erscheinen vier von geringerer Größe. In den seitlichen Säulenzwischenräumen befinden sich zwei allegorische Statuen, die an den großen Sieg von Lepanto im Jahr 1571 erinnern. Am Fuß ist eine doppelte lateinische Inschrift zu lesen: "PALMAM GENUERE CARINAE" und "BELLI SECURA QUIESCO". Ihre Bedeutung versteht sich in Auslegung der zwei Figuren: die erste stellt die Göttin dar, der man den Schiffssieg dankte, die zweite den nunmehr errungenen Frieden. Im oberen Stockwerk finden sich weitere vier Statuen: Die erste, dem Platz zugewandte Statue ist die Tugend in ihrem klassischen Sinn; die zweite, kleinere, der Glauben; die dritte ist der vorherigen ähnlich und stellt das Erbarmen dar; die vierte ist genauso groß wie die erste und steht für die Ehre.
Die Auslegung dieser Symbole liegt auf der Hand: Die Tugend und die Ehre erzielen Sieg und Frieden durch Befolgung von Glauben und Erbarmen. Venedig hat die Türken besiegt, indem es diesen Werten gefolgt ist.
Das harmonische Interieur der Loggia ist von Nischen und Säulen geprägt.
Der obere Salon, der heute als Ratssaal dient, ist von Fresken aus dem 16. Jahrhundert geschmückt, die aus einer Villa der Familie Da Porto stammen. |
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